Bauwerke  
   
  Erlangen Luftbild ca. 1932  
     
  Album-Nr. er108 (1934)  
     
 
Für alle, die Erlangen nicht so genau kennen, will ich das Luftbild ein wenig erläutern. In der Bildmitte führt von unten nach oben, d.h. von Süden nach Norden, die Hauptstraße (1933/45 Adolf-Hitler-Straße). Die Häuserfront am unteren Bildrand gehört zur Südlichen Stadtmauerstraße. Rechts von der Hauptstraße im Vordergrund sehen Sie die Neustädter Kirche. Die Bäume rechts der Kirche schmücken den Neustädter Kirchenplatz. Folgen wir der Hauptstraße bis zum Hugenottenplatz, 1934 hieß er noch Luitpoldplatz. Die Kirche links der Hauptstraße ist die Hugenottenkirche. Rechts der Hauptstraße stand auf dem Platz bis Mitte September 1933 das Denkmal des jüdischen Arztes Jakob Herz. Auf dem Luftbild ist es nicht mehr zu sehen. Da die Bäume in vollem Laub stehen und die Karte im Oktober 1934 versendet wurde, muss das Luftbild zwingend im Sommer 1934 entstanden sein.

Folgen wir der Hauptstraße weiter nach Norden kommen wir zu einem weiteren Platz. Der linke Teil ist der Marktplatz, der rechte der Schlossplatz.
 
Die Erlanger unterscheiden dies aber nicht so genau und gebrauchen beide Begriffe synonym. Im Schlossgarten blicken wir auf die Orangerie. Dort wo die Hauptstraße nach rechts abknickt stand einstmals ein Stadttor. Hier endete die Neustadt Christian-Erlang und begann das alte Erlangen. Bitte verwechseln sie es nicht mit dem Ortsteil Alterlangen. In Alterlangen stand der Königshof "erlangon", der der alten Stadt Erlangen den Namen vererbte. Gut zu sehen ist die Altstädter Kirche. Oben links schweift der Blick zum Martinsbühl mit dem Altstädter Friedhof. Gut zu erkennen ist auch die Bahnlinie, die zum Eisenbahntunnel im Burgberg führt. Nahezu parallel dazu verläuft der Ludwig-Kanal.

Wir überqueren den Ludwig-Kanal und sehen rechts den Schlachthof. Wir folgen der Dechsendorfer Straße bis zur Regnitzbrücke. Diese Brücke (siehe unten) wurde im April 1945 gesprengt. Man glaubte damit die Amerikaner aufhalten zu können.
 
   
  Erlangen vom Neustädter Kirchturm aus  
  Album-Nr. er182 (um 1915) vom Neustädter Kirchturm aus fotografiert, fast eine Luftaufnahme  
     
     
  Erlangen Regnitzbruecke  
   
 
  Erlangen, Neustaedter Kirche um 1910  
     
  Album-Nr. er129 (um 1910)  
 
     
 
Lassen sie uns einen kurzen Blick auf die Geschichte der Erlanger Kirchen werfen. Ursprünglich wohnten in der 1686 gegründeten Neustadt Christian-Erlang – so benannt nach ihrem Gründer 1701 – fast ausschließlich französisch-reformierte Flüchtlinge (Hugenotten). Ihr „Temple“, die Hugenottenkirche, wurde 1693 eingeweiht. Nicht lange nach ihnen wanderten auch Deutsch-reformierte aus der Rheinpfalz ein, die ihren Gottesdienst anfangs in der französisch-reformierten Kirche feierten, bis sie 1734 ihre eigene neuerbaute Kirche – heute Gemeindehaus am Bohlenplatz - beziehen konnten. Die damals geringe Anzahl der evangelisch-lutherischen Einwohner war in die Altstadt gepfarrt, bis Baron Gros von Trockau zu der von ihm gegründeten Ritterakademie 1701 auch eine sogenannte Collegien-Kirche hinzufügte, welche 1703 unter dem Namen Sophien-Kirche zur lutherischen Pfarrkirche der Neustadt erhoben wurde – ehemals der rückwärtige Teil des Kaufhofgebäudes, heute der Thalia-Buchhandlung.
 
In den folgenden Jahren nahm die lutherische Gemeinde so außerordentlich zu, dass die Sophien-Kirche zu klein für sie wurde. Deswegen beschäftigte sich ab 1719 der Stadtmagistrat mit dem Gedanken eine größere Kirche bauen zu lassen. Im Jahr 1722 fertigte dann der Erlanger Maurermeister Johann Georg Kannhäuser die Pläne zu der neuen Kirche, 1724 wurde der Grundstein gelegt und 1725 der Bau selbst begonnen. Der Platz auf dem die Neustädter Kirche steht, war der ehemals zu Ritterakademie gehörige Garten; die Steine zum Bau erhielt der Magistrat unentgeltlich aus den Steinbrüchen der Altstadt und das Bauholz schenkte der Markgraf Georg Wilhelm. Er bezahlte auch den Transport und fügte noch ein Geschenk von mehreren tausend Gulden hinzu. Da das kleine Vermögen der Sophien-Kirche sehr bald verbaut und die regelmäßigen Einkünfte derselben gering waren, wurden fünfzehn Jahre hindurch alljährlich von Haus zu Haus in Neu- und Altstadt milde Beiträge zur Fortsetzung des Kirchenbaus gesammelt.
 
     
 
Auch bildete sich in der Neustädter Gemeinde die fromme Sitte heraus, dass nicht nur Wohlhabende, sondern auch Minderbegüterte nach ihrem Tode der neuen Kirche einige Gulden vermachten, oder schon bei Lebzeiten dieselbe mit einer Schenkung bedachten. Doch all diese Mittel reichten für den kostspieligen Bau nicht aus. Daher wurden auch außerhalb Erlangens bei allen evangelischen Gemeinden der damaligen Fürstentümer Bayreuth und Ansbach, ja in ganz Deutschland und benachbarten Ländern mehrere tausend Gulden gesammelt und noch weit mehr an Krediten aufgenommen. So konnte die Kirche am 2. Adventssonntag 1737 eingeweiht werden.

Quelle: Nachmittagspredigt zum 100jährigen Jubiläum von Dr. Johann Konrad Irmischer.
  Erlangen, Neustaedter Kirche Altar
 
   
 
Hugunottenkirche Erlangen um 1938
  Album-Nr. 233

Die Hugenottenkirche ist das Kirchengebäude der evangelisch- reformierten Kirchengemeinde in Erlangen. Sie wurde in den Jahren 1686 bis 1693 nach den Plänen von Johann Moritz Richter errichtet. Der Bau erfolgte im Zuge der Gestaltung der Erlanger Neustadt, einer barocken Planstadt. Der Turm stammt aus den Jahren 1732 bis 1736.

Die Hugenottenkirche liegt in Erlangens Neustadt, nur wenige Schritte vom Bahnhof entfernt, am Hugenottenplatz. Dieser bildet den kleineren der beiden ursprünglichen Plätze der Neustadt.
 
     
 
Hugenottenkirche Erlangen Gemeindezentrum
 
Hugenottenkirche Erlangen Pfarrhaus
 
     
 
  Zum Grundstück der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde gehört neben der Kirche auch ein reich begrünter Innenhof westlich der Kirche, der nördlich zur Richard-Wagner-Straße und südlich zur Calvinstraße hin durch eine Mauer aus Sandsteinquadern abgeschlossen ist. Den Abschluss zum Bahnhofplatz hin bildet eine Häuserzeile (Bahnhofplatz 2 und Bahnhofplatz 3), die nördlich Gemeinderäume und südlich das Pfarrhaus beherbergt. Die beiden barocken Walmdach-Eckbauten wurden 1723 erbaut und 1750 um ein Geschoss aufgestockt. Letzteres äußert sich unter anderem dadurch, dass das Erdgeschoss jeweils Außenmauern aus Sandsteinquadern besitzt, während die Obergeschosse verputzt sind.  
     
 
Vorgeschichte

Nachdem den calvinistischen Protestanten (auch als Hugenotten bezeichnet) durch König Heinrich IV. im Edikt von Nantes 1598 Glaubensfreiheit zugesichert worden war, erließ König Ludwig XIV. am 18. Oktober 1685 das Edikt von Fontainebleau. Damit verwies er calvinistische Geistliche des Landes und untersagte gleichzeitig die Ausübung des protestantischen Glaubens. Noch im gleichen Jahr verließen deshalb rund 500.000 Hugenotten Frankreich als Glaubensflüchtlinge. Ihre Wege führten sie in erster Linie in die östlich an Frankreich angrenzenden Staaten, vor allem in die Schweiz und in die Mark Brandenburg, wo Kurfürst Friedrich Wilhelm ihnen die Ansiedlung ermöglichte. Auf dem Weg dorthin durchquerten viele von ihnen das Fürstentum Bayreuth, wo seinerzeit Markgraf Christian Ernst herrschte. Auch er ermöglichte durch ein Edikt im November 1685 die Ansiedlung von Hugenotten.

So kamen in die Kleinstadt Erlangen, eine mittelalterlichen Stadt mit etwa 300 bis 500 Einwohnern, beinahe über Nacht rund 1500 Hugenotten. Zunächst wurden diese notdürftig in den vorhandenen Häusern und in benachbarten Gehöften einquartiert – sehr zum Unmut der alteingessenen Bevölkerung. Deshalb und weil man die Hugenotten aufgrund ihrer Finanzstärke sowie ihrer wirtschaftlichen Fähigkeiten unbedingt im Land halten wollte, wurde ab 1686 südlich der Erlanger Altstadt eine neue Stadt für die Hugenotten errichtet, die Erlanger Neustadt.
 
Hugenottenkirche Erlangen
 
     
 
Hugenottenkirche Erlangen Kirchenraum

  Die Planung dieser Stadt oblag dem markgräflichen Oberbaumeister Johann Moritz Richter, der sie als barocke Planstadt anlegte. Zu Ehren des Regenten lautete deren offizieller Name bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts Christian-Erlang.

Bau der Hugenottenkirche

Bereits rund zwei Monate nach der Ankunft der ersten Flüchtlinge wurde am 14. Juli 1686 der Grundstein für die neue Kirche gelegt.
 
     
 
Hugenottenkirche Erlangen Stich 1721
  Markgraf Christian Ernst übernahm die Finanzierung und stellte Soldaten für die Bauarbeiten zur Verfügung. Dies sollte den Neuankömmlingen zeigen, dass es ihm mit ihrer Ansiedlung ernst war und er ihnen langfristig eine neue Heimat bieten wollte. Der Kirchenbau war von Anfang an Teil der städtebaulichen Planung der Erlanger Neustadt. Da aber große Unsicherheit über die Zahl der zu erwartenden Neubürger bestand, wurde der Bauplan während der Arbeiten mehrmals geändert. Am 26. Februar 1693 konnte die Kirche, schließlich doch in einer großzügigeren Variante ausgeführt, eingeweiht werden.

Mit dem Bau des Turmes, der mit denen der Altstädter und der Neustädter Kirche korrespondiert, wurde erst 39 Jahre später begonnen. Die Finanzierung übernahm diesmal die Gemeinde selbst. Ein sogenanntes Kollektenpatent des Markgrafen erlaubte ihr, auch außerhalb des Markgrafentums Spenden für den Bau zu sammeln. Nach vier Jahren war der Turmbau 1736 abgeschlossen.
 
     
 
Über dem Hauptportal befinden sich zwei Steintafeln mit lateinischen Inschriften. Die linke Tafel erinnert an die Fertigstellung der Kirche im Jahr 1692.   Die rechte ist dem Bau und der Fertigstellung des Turmes im Jahr 1736 gewidmet.

 
     
 
Hugenotenkirche Erlangen Steintafeln über dem Hauptportal
 
     
 
TEMPLVM
DEI TRIVNIVS CVLTVI PVBLICO
DICATVM
SERENISSIMI PRINCIPIS DN:
DN:CHRISTIANI ERNESTI MARGGVII
BRANDENB:BORUSSIAE DVCIS ETC.
CAESAR.MAIEST:CAMPI GENERALMARESCHA(L)
MVNIFICENTIA EXSTRVCTVM
ANNO CHRIST.MDCXCII


  TURRIS.VERO.
FELICIBUS.AUSP(I)CIIS.SERENISS:DOM:DOM
GEORGII.FRIDERICI.CAROLI.PIE.DEFUNCTI.
MARGRAVII.BRANDENB:CULMBAC:ETC:
FUNDATA.AN:MDCCXXXII.
ET.CLEMENTER.REGNANTE.SERENISS:DOM:DOM:
FRIDERICO.MARGRAVIO.BRANDENB:CULMBAC:
DUCE.BORUSS:ET.S(I)LESIAE.BURG:NOR:ETC:CIRCULI.
FRANCONICI.SUPR(E)MO.BELLI.DUCE.ET.PRAEFECTO.
TRIUM.LEGI(O)NUM.ET.COHORTIUM.
EXTRUCTA AN:SALUT:MDCCXXXVI.
     
Die Kirche,
die der öffentlichen Verehrung des dreieinigen Gottes
geweiht ist,
wurde durch die Freigebigkeit
des durchlauchtigsten
Herren Fürst des Herren Christian Ernst, Markgraf
von Brandenburg, Herzog von Preußen usw.
Generalfeldmarschall der kaiserlichen Majestät
im Jahr Christus 1692 errichtet.








  Der Turm aber
wurde unter der glücklichen Herrschaft des durchlauchtigsten Herrn,
des Herrn Georg Friedrich Karl, der in Frömmigkeit verschieden ist,
des Markgrafen von Brandenburg, Kulmbach usw.
im Jahre 1732 begonnen
und unter der milden Herrschaft des durchlauchtigsten Herrn,
des Herrn Friedrich, Markgraf von Brandenburg, Kulmbach
Herzog von Preußen und Schlesien, Burggraf von Nürnberg usw.
höchsten Kriegsführers und Kommandanten
dreier Legionen und Kohorten des fränkischen (Reichs-)Kreises
i. J. d. Heils 1736 vollendet.
 
   
 
Martinsbühl Erlangen 1916
  Album-Nr. er232 (Karte von 1916)

Die evangelisch-lutherische Kirche St. Martin (auch Martinsbühler Kirche genannt) ist die Friedhofskirche des Altstädter Friedhofs in Erlangen und ist dem Sprengel der Altstädter Kirche zugeordnet.

Die Kirche St. Martin befindet sich am höchsten Punkt des sogenannten Martinsbühl (277 m ü. NN), einer kleinen Anhöhe östlich des Regnitztals, eingerahmt von der Bundesautobahn 73 – dem sogenannten Frankenschnellweg, der auf der Trasse des ehemaligen Ludwig-Donau-Main-Kanals verläuft –, dem Autobahnzubringer Martinsbühler Straße und Bahnstrecke Nürnberg–Bamberg.
 
     
 
Der Stich rechts zeigt die Martinskirche um 1810. Während man oben im Vordergrund die Zugbrücke über den Ludwigs-Kanal sieht, existiert rechts der Kanal noch nicht.

Dass die Martinsbühler Kirche im ausgehenden Mittelalter entstanden sein dürfte, zeigen der im Kern gotische Bau und das Patrozinium des heiligen Martin, der damals besonders beim Ritterstand ein beliebter und vielfach verehrter Heiliger war. Dennoch sind sowohl das genaue Alter der Martinsbühler Kirche als auch deren Erbauer unbekannt. Von 1632 bis 1655 sowie von 1706 bis 1721 wurde die Martinsbühler Kirche jeweils als Ersatz für die zerstörte Altstädter Pfarrkirche genutzt.
 
Martinsbühler Kirche Erlangen 1810

 
     
 
Martinsbühler Kirche Erlangen 2011

  Seit dem 17. Jahrhundert dient sie jedoch überwiegend als Kapelle für den hierher verlegten Altstädter Friedhof, wobei die ersten Bestattungen in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges vollzogen wurden.

Das heutige Erscheinungsbild der Martinsbühler Kirche geht auf einen Umbau im barocken Stil nach den Plänen des Bayreuther Landbaumeister Johann Georg Weiß in den Jahren 1745/46 zurück. Anlässlich der Renovierung von 1927/28 musste der Chorturm erneuert werden. Bei archäologischen Untersuchungen im Boden wurden damals drei der vier Grüfte im Kirchenschiff aufgedeckt, in denen im 17. und 18. Jahrhundert mehrere Mitglieder der Familien Hülß auf Rathsberg sowie des markgräflichen Stallmeisters Johann Georg Mackeldey bestattet worden waren. Eine weitere Renovierung fand im Jahr 1984 statt.
 
   
 
Erlangen, Katholische Kirche Hwerz jseu, Katholischer kirchenplatz  

Album-Nr. er181
(um 1910)

Katholische Kiche
Herz Jesu
am Katholischen Kirchenplatz

Die Herz-Jesu-Kirche ist die älteste katholische Kirche in Erlangen. Sie entstand aus einem Bethaus von 1790 in zwei Bauphasen 1850 und 1895.

Im 16. Jahrhundert gehörte Erlangen zum Fürstentum Bayreuth und wurde zusammen mit diesem lutherisch. Katholischer Gottesdienst wurde erst im 18. Jahrhundert schrittweise wieder zugelassen. Die durch Zuwanderung entstandene Gemeinde wurde 1784 Kuratie.

 
     
 

Sie erhielt die Genehmigung zum Bau eines Bethauses, einer turmlosen Kirche in Form eines Wohnhauses außerhalb der damaligen Stadt. Baubeginn war 1787; die Weihe auf den Namen Mariä Schmerzen erfolgte 1790.

1849/50 entstand auf den Grundmauern des Bethauses eine Kirche, ein geosteter Saalbau mit einem schlanken Turm. Dem weiteren Gemeindewachstum wurde 1895 mit einem geräumigen Anbau auf der Südseite Rechnung getragen. Der Altbau wurde zum Querhaus, an der Nordseite entstand eine neue Apsis für den Altar. Bei der Neuweihe erhielt die Kirche das Patrozinium Herz Jesu.

 

Erlangen, Katholisches Bethau eingeweiht 1790

Unweit der nördlichen Stadtmauer, zu sehen links neben dem Bethaus, führt der Weg vom Sieglitzhofer Tor am Bethaus vorbei (heute Katholischer Kirchenplatz) zur Neuen Straße und Altstädter Kirche (Stich von 1788). Das wie ein Wohnhaus gestaltete Bethaus sollte sich wohl einmal unauffällig in die Häuserfront eines geplanten, jedoch so nicht ausgeführten Platzes einfügen.

 
   
  Erlangen, Kath. Kirche St. Bonifaz, Sieboldstraße  
  Album-Nr. er182 (um 1930)                     St. Bonifaz wurde 1928 erbaut.  
   
 
Kgl. Geflügelzuchtanstalt Erlangen  

Album-Nr. er188 (1912)

 

Die Königliche Kreisgeflügelzuchtanstalt für Mittelfranken wurde im Jahre 1909 in Erlangen eingeweiht.

     
 
  Kgl. Kreisgeflügelzuchtanstalt Erlangen  
     
   
  Erlangen, Königliches Postamt um 1915, Luitpoldplstz (heute Hugenottenplatz)  
  Album-Nr. er179  
 
Der repräsentative Neubarock-Bau der Königlichen Post und der Königlichen Filialbank wurde ab 1895/96 am Luitpoldplatz (heute Hugenottenplatz - 'Hugo') errichtet. Heute befindet sich im Erdgeschoss eine McDonald's-Filiale.
 
     
 

Cafe Lindner, Richthaus Hauptstraße 19, um 1890

Das dreigeschossige Eckhaus, damals Cafe Lindner, und das angrenzende Wohnhaus der „Gesellschaft Harmonie“, beide 1688 errichtet, wurden von der Kgl. Postverwaltung erworben und für den Neubau des Postamts abgerissen. Wo heutzutage Fastfood verzehrt wird, residierte einst die Post. Ihr neues Amtsgebäude am Luitpoldplatz (heute Hugenottenplatz) bezog die Hauptpost 1898, nachdem die Räume im Palais Stutterheim nicht mehr ausgereicht hatten.

 
Cafe Lindner Erlangen um 1890
 
     
 
Kgl. Postamt Erlangen Schalterhalle
 
 
Postamt am „Luitpoldplatz” (heute Hugenottenplatz), Schalterhalle, 1900
 
 
In der hohen Schalterhalle herrschte strenge Ordnung: Jeder Schalter war für einen besonderen Aufgabenbereich, z.B. Briefpost, Postanweisungen oder Paketannahme, zuständig.
 
   
 

Album-Nr. er107 (1932)

Städtisches Altersheim

Die Errichtung des Städtischen Altersheimes in Erlangen ging wesentlich auf die Initiative des Sozialdemokraten Andreas Ruppenstein zurück und wurde 1932 auf dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise eingeweiht. Die Karte wurde im Dezember 1932 verschickt. Heute befindet sich in dem Gebäude die Diakonie am Ohnplatz.

  Erlangen Altersheim 1932
 
   
 
Erlangen Elektrizitätswerk 1902  

Album-Nr. er114 (1902)

Elektrizitätswerk

Zu sehen sind die Essenbacher Brücke und das E-Werk. Der Siegeszug der Elektrizität begann für Erlangen zwar schon Pfingsten 1887 mit der elektrischen Beleuchtung des Erich-Bierkellers am Burgberg, doch der Beginn der allgemeinen Nutzung der neuen Energieform ist erst mit der Eröffnung des städtischen Elektrizitätswerkes auf der Fuchsenwiese auf den 28. Januar 1902 zu datieren.

 
     
 
  Erlangen Elektrizitätswerk 1902  
 
   
 

Album-Nr. er20 (geschrieben 1912)

Nürnberger Tor

Erlangen konnte nur durch zwei Haupttore - das 1717 erbaute Nürnbergertor und das 1777 als Turm erbaute Bayreuther Tor - und durch vier Nebentore - Martinsbühler, Sieglitzhofer, Buckenhofer und Brucker Tor - betreten und verlassen werden. Die Nebentore nannte man 'Gatter', weil sie bloß eine Öffnung in der Stadtmauer waren, und mit einer Schranke geschlossen wurden. An den Stadttoren standen 'Examinatoren-Häuschen". Die Examinatoren erhoben den Pflasterzoll und das Sperrgeld.

  Nürnberger Tor
 
     
 

Im Jahr 1869 brachten 14 607 Frachtwagen und 17 728 sonstige Wagen, Schubkarren und Schlitten insgesamt 4400 Gulden in die Stadtkasse. Eine Maß Bier kostete zu dieser Zeit auf der Bergkerwa 5 bis 6 Kreuzer. Für einen Gulden zu 60 Kreuzer bekam man also 10 Maß Bier. Nach heutigem Preis sind das 100 Euro. Die 4400 Gulden entsprechen demnach etwa 440 000 Euro.

Die Stadttore waren zwischen 10 Uhr abends und 4 Uhr bzw. 5 Uhr früh sowie an Sonn- und Feiertagen während der Dauer des Frühgottesdienstes geschlossen. Wer während der Schließzeiten in die Stadt wollte musste 'Sperrgeld' bezahlen, pro Person zu Fuß 1 Kreuzer, pro Reiter 2 und pro Kutsche oder Gespann 4 Kreuzer.

Das Bayreuther Tor (Torturm) bildete den Abschluss der Hauptstraße zum Martin-Luther-Platz. Wegen erhöhten Verkehraufkommen wurde es 1865 abgerissen. Im Jahr 1868 wurden das 'Schwarze' und das Buckenhofer Tor, 1869 das Martinsbühler Tor, abgerissen. Die Examinatoren-Häuschen allerdings blieben.

 
   
 
Erlangen, Nürnberger Tor 1938
 
  Album-Nr. er137  
 
Die ungebrauchte Ansichtskarte mit dem Blick durchs Nürnberger Tor gen Norden in die Adolf-Hitler-Straße (Hauptstraße) ist rückseitig mit 6.VII.38 datiert. Rechts sieht man durch das Tor das Schaufenster des Fotogeschäfts von Simon Katz. Es wurde in der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1936 vom Mob geplündert und zerstört. Am Morgen danach erschien manch Schüler aus gutbürgerlicher Familie mit nagelneuem Fotoapparat in der Schule und brüstete sich mit seiner "Erwerbung".
 
   
 
Prinz Ludwigbrücke  

Album-Nr. er19 (geschrieben 1913)

Prinz Ludwigbrücke

Die Ludwigsbrücke entstand 1906/07 zeitgleich mit der Palmsanlage. Errichtet wurde sie zu Ehren von Prinz Ludwig, dem späteren König Ludwig III. Südlich der Brücke schloss sich eine Denkmalanlage an. Zum neobarocken Ensemble gehörten ein Bronzerelief des Prinzen und eine Brunnenschale mit bronzenen, wasserspeienden Löwenköpfen. Die Metallteile wurden 1940 während des Zweiten Weltkriegs eingeschmolzen. 1954 erfuhr die Anlage eine grundlegende Umgestaltung, und der Brunnen wurde entfernt. Die letzten Überreste wurden 1996 abgebrochen.
 
   
 
  Erlangen Ludwigsbrücke, Palmsanlage, Burgberg  
     
  Album-Nr. er101 (um 1915) Ludwigsbrücke, Palmsanlage, Burgberg  
   
  Erlangen, Prinz-Ludwig-Brücke  
     
  Album-Nr. er144  
 
   
 
Album-Nr. er23

Villen am Eichenwald

Die Villa im Vordergrund ist Rathsberger Straße 22. Die Villen kann man sich bei Google anschauen.

geschrieben 1902

  Villen am Eichenwald
 
   
  Erlangen, Villen beim Eichenwald 1910  
  Album-Nr. er166 (1910)  
   
 
Erlangen Rathsbergerstr. 30 Villa Kübler  

Album-Nr. er119 (1913)

Villa Kübler
Rathsbergerstr. 30


Diese Karte schrieb am 26. Dezember 1913 Prof. Dr. Bernhard Kübler an seinen "Verehrten Kollegen" Prof. Dr. Zaiac in Lemberg (Lwiw), damals Polen, heute Ukraine.

Bernhard Kübler (* 4. Juli 1859 in Krotoschin; † 12. Mai 1940 in Erlangen) war ein deutscher Klassischer Philologe und Rechtshistoriker.

 
     
 
aus Wikipedia:

Bernhard Kübler war der Sohn des Gymnasiallehrers Otto Kübler (1827–1912), der ab 1860 als Rektor des Wilhelms-Gymnasiums nach Berlin ging.

Nach der Reifeprüfung (1876) studierte Kübler an der Berliner Universität Klassische Philologie. 1881 wurde er mit der Dissertation De M. Valerii Probi Berytii commentariis Vergilianis zum Dr. phil. promoviert. Anschließend unternahm er eine längere Bildungsreise und war einige Zeit Hauslehrer auf Sizilien.

 
 
     
 
Nach seiner Rückkehr nach Deutschland arbeitete er ab 1884 als Gymnasiallehrer in Berlin. 1889 wurde er Hauslehrer des Söhne des Prinzen Albrecht von Preußen. Ab 1895 war er Lehrer am Askanischen Gymnasium. Daneben verfolgte er weiterhin seine akademische Laufbahn. Nach seiner Habilitation für Klassische Philologie (1891) hielt er als Privatdozent an der Universität philologische Lehrveranstaltungen ab.

Ab 1887 war Kübler an der Preußischen Akademie der Wissenschaften beschäftigt. Im Auftrag von Theodor Mommsen gab er das von der Savigny-Stiftung in Auftrag gegebene Vocabularium Iurisprudentiae Romanae heraus, das sein Lebenswerk wurde. Den ersten Band (1903) bearbeiteten neben Kübler auch Otto Gradenwitz und Ernst Theodor Schulze, die weiteren bearbeitete Kübler allein.

Im Verlauf der Arbeit am Vocabularium entwickelte sich Kübler zum Spezialisten für römisches Recht und erhielt auf Mommsens Initiative die juristische Ehrendoktorwürde der Universität Greifswald. So kam es auch, dass er schließlich den Schuldienst verlassen konnte.
 

1900 wurde er an der Universität Berlin zum außerordentlichen Professor für römisches Recht ernannt. Im folgenden Jahr erhielt er einen ordentlichen Lehrstuhl dieses Faches und war damit nicht mehr von seinem Gehalt als Gymnasiallehrer abhängig.

1912 verließ Kübler Berlin und ging als Professor für römisches und bürgerliches Recht an die Universität Erlangen. Von 1914 bis 1916 nahm er am Ersten Weltkrieg teil. In den akademischen Jahren 1916/1917 und 1917/1918 fungierte er als Prorektor der Universität. Seine Lehrtätigkeit führte er bis nach seiner Emeritierung (1934) weiter.

Kübler war als Philologe und Rechtshistoriker international anerkannt. Er war juristischer Ehrendoktor der Universitäten von Greifswald, Athen und Thessaloniki und korrespondierendes Mitglied verschiedener gelehrter Gesellschaften, so der Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen (seit 1931), der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (seit 1934) und der Preußischen Akademie der Wissenschaften (seit dem 21. November 1935).
 
     
 
Erlangen Eisenwarenhandlung Wollmershaeuser 1900
 
     
 
Eisenwarenhandlung J. F. Wolmershäuser um 1900 (heute Kurt Greiner GmbH) in der Hauptstraße 65-67.
 
     
 
Reiniger, Gebbert & Schall Erlangen 1896   Die 1886 gegründete Firma „Reiniger, Gebbert & Schall“ fertigte elektrotechnische und medizinische Geräte. Der Fabrikneubau am damaligen „Zollhaus“ wurde 1893 bezogen und bis 1911 durch die heute noch bestehenden Flügelbauten erweitert. Zu dem raschen Aufschwung trugen Pionierleistungen in der Röntgentechnik bei. 1925 begann der Zusammenschluss von RGS und Siemens & Halske, aus dem sich „Siemens Healthcare“ entwickelte.

Das Fabrikgebäude bestand ursprünglich aus dem Kopfbau und einem kurzen Flügel an der damaligen Loewenichstraße. Hinter der Fabrik befand sich bis 1909 die Gefällstation, an der der Pflasterzoll erhoben wurde.

 
     
 
Reiniger, Gebbert & Schall Arbeitsende 1912
 
 
Arbeitsende bei RGS, um 1912
 
  Das Foto zeigt die Fabrik nach der Erweiterung durch den Südflügel und die zwei Flügelbauten an der Luitpoldstraße, in denen die Verwaltung und die Schreiner untergebracht waren. RGS beschäftigte damals 780 Arbeitskräfte.  
     
 
Fekdröntgenwagen im Fabrikhof von RGS 1915
 
 
Feldröntgenwagen im Fabrikhof, 1915
 
  Während des Ersten Weltkriegs stellte RGS neben Granat- und Minenzündern elektromedizinische Geräte für das Militär her, wie etwa Feldröntgenwagen. Die Röntgengeräte wurden in mobilen Einheiten einschließlich Strom­Aggregat an Feldlazarette geliefert.  
   
 
Humanistisches Gymnasium Erlangen  

Album-Nr. er197

Humanistisches Gymnasium
Erlangen

Dieses Gebäude wurde 1968 für den Neubau der Universitätsbibliothek abgerissen. Wir blicken auf die Ecke Schuhstraße (bei der Eröffnung der Schule am 3. Januar 1879 hieß sie noch Hamburger Straße) - Obere Karlsstraße. In diesem Gebäude gab es nun 12 "Lehrzimmer", einen Zeichensaal, eine Aula, ein Bibliothekszimmer, eine Turnhalle, dazu die notwendigen Nebenräume, eine kleine Pedellwohnung im Erdgeschoß und, fast den ganzen zweiten Stock umgreifend, eine sehr geräumige Wohnung für den Rektor.

 
     
   
 
Prinzregent Luitpold Schulhaus  

Album-Nr. er15 (geschrieben 1911)

Prinzregent-Luitpold-Schulhaus
(Christian-Ernst-Gymnasium CEG)

Sowohl das CEG als auch das MTG gehen zurück auf das 1873 gegründete Vömel’sche Privattöchterinstitut (ab 1887 unter dem Namen Städtische höhere Töchterschule) und die 1904 gegründete Lehrerinnenbildungsanstalt, die an die Töchterschule angegliedert war. Beide Schulen waren unter dem Titel Städtische höhere weibliche Bildungsanstalt zusammengefasst. Das Luitpold-Schulhaus wurde 1902 erbaut und beherbergte zunächst eine Volksschule.

 
   
 

Album-Nr. er17 (geschrieben 1917)

Städtische Höhere Töchterschule
(Marie-Theres-Gymnasium MTG)

Die Höhere Töchterschule hatte ihr Schulhaus in der Friedrichstr. 35 (heute die Städtische Sing- und Musikschule). 1904 wurde die neugegründete Lehrerinnenbildungsanstalt an die Höhere Töchterschule angegliedert und bis 1914 unter dem Titel 'Städtische höhere weibliche Bildungsanstalt' zusammengefasst. Im Jahr 1909 konnte die Höhere Töchterschule in das neue Gebäude in der Schillerstraße umziehen. Die Lehrerinnenbildungsanstalt blieb in den Räumen des Luitpold-Schulhauses

  Städtische Höhere Töchterschule (Marie Therese Gymnasium)
 
   
 
Marie-Therese-Gymnasium (früher Höhere Töchterschule) Erlangen 1910  
Album-Nr. er102 (1910)

und in der heutigen Musikschule in der Friedrichstraße, welches noch bis nach dem 2. Weltkrieg als Nebengebäude genutzt wurde. 1914 wurde das nunmehrige Mädchenlyzeum anlässlich eines angekündigten Besuchs des bayrischen Königspaares in Marie-Therese-Schule zu Ehren von Marie Therese von Österreich-Este, der Gemahlin von König Ludwig III. von Bayern, umbenannt. 1935/36 wurde die Lehrerinnenbildungsanstalt in eine deutsche Aufbauschule umgewandelt, deren Ziel nicht mehr in der Lehrerausbildung lag, sondern die Hochschulreife vermitteln sollte, die
 
     
 
fortan Voraussetzung zum Besuch von neu geschaffenen Hochschulen für Lehrerbildung war.

1945/46 wurde die deutsche Aufbauschule wieder in eine Lehrerinnenbildungsanstalt alter Prägung zurückverwandelt, der Not der Zeit gehorchend wurden nun aber auch Jungen aufgenommen. Gleichzeitig machte man die Oberschule für Mädchen (das ehemalige Mädchenlyzeum) zu einer Oberrealschule, 1949 zu einem Realgymnasium. Die Lehrerbildungsanstalt wurde schon 1949 wieder zu einer höheren Schule. Ab 1950 war auch das Realgymnasium für Schüler beiderlei Geschlechts erlaubt. Die Lehrerbildungsanstalt wurde 1954 in das Staatliche Deutsche Gymnasium und Institut für Lehrerbildung erweitert und umbenannt. 1955 vergrößerte man das Schulhaus nach Osten um einen zweiflügeligen Erweiterungsbau. Zum 1. September 1956 zog das Lehrerbildungsinstitut, vereint mit der Lehrerbildungsanstalt Schwabach, nach Nürnberg um; übrig blieb neben dem städtischen Realgymnasium (MTG) das nur ein Viertel so große staatliche Deutsche Gymnasium. 1963 wurden die beiden Schulen getrennt, das Deutsche Gymnasium zog als musisches Gymnasium in den Ostflügel des ehemaligen Prinzregentenschulhaus am Langemarckplatz (heute Christian-Ernst-Gymnasium; benannt zu Ehren des Markgrafen Christian Ernst von Bayreuth, Gründer der Erlanger Neustadt), das Realgymnasium blieb allein im Schulhaus in der Schillerstraße.
 
   
  Erlangen, Volksschule und Feuerwehrübung 1904  
     
 
Album-Nr. er122 Volksschule
 
     
 
Wo ist das ?

Wenn Sie ein aufmerksamer Spaziergänger durch Erlangen sind, werden Sie das Eckhaus links erkennen. Es ist das Eckhaus Universitätsstraße - Halbmondstraße. Die Volksschule und das Denkmal von Jakob Herz davor stehen nicht mehr. Dort befindet sich die Hauptstelle der Sparkasse. Die Feuerwehrübung findet am Hugenottenplatz statt.

Im Jahr 1815 erwarb die Stadt das ehemals Buirettsche Palais am Holzmarkt (später Luitpoldplatz, heute Hugenottenplatz) und baute es zum Schulhaus um.

- 1690 erhielt Buirette v. Oehlefeld die Erlaubnis, ein Brauhaus in der Neustadt zu errichten. So entstand auf einem der besten Bauplätze der Neustadt, östlich angrenzend an das Buirettsche Palais am Hugenottenplatz ein mächtiger Brauereikomplex. Auf dem Gelände der Brauerei (später Reifbräu) steht heute der Altbau der Universitätsbibliothek. -

Die Stadt richtete dort die französisch-reformierte Werktagsschule ein. Diese wurde am 30. April 1817 aufgehoben, und die 16 Schüler und Schülerinnen wurden den protestantischen Klassen der seit dem 1. Mai 1817 neu errichteten städtischen Volksschule zugeteilt. Hier unterrichtete nicht mehr ein Lehrer (vielleicht mit einem gehilfen) alle Schüler eines Kirchsprengels mit- oder nacheinander. Die 6- bis 12jährigen wurden jetzt vielmehr in Mädchen und Knabenklassen und diese wiederum in Elementarklassen, Mittel- und Oberklassen eingeteilt. Die katholische Schule blieb als einklassige Konfessionsschule bestehen. Sie wurde ebenfalls im Haus am Holzmarkt untergebracht. Die zwei Klassen der Altstädter Kinder gingen in ihr altes Schulhaus zurück.

Die 24 Wochenstunden waren wie folgt aufgeteilt: 6 Stunden Lesen, 4 Stunden "Dictando", 4 Stunden Tafelrechnen, 4 Stunden Schönschreiben, 2 Stunden Kopfrechnen, je 1 Stunde Geschichte und Geographie sowie 2 Stunden Religionslehre, wozu für Mädchen noch Nähen und Stricken kam.

Die Klassenstärken im 19. Jahrhundert lagen in Erlangen zwischen 70 und 100 SchülerInnen. Mit dem Übertritt der Dreizehnjährigen ins berufsleben erfolgte der Übertritt in die Sonntagsschule. Ihr besuch war bis zum 18. Lebensjahr ebenfalls Pflicht. Sie fand an Sonn- und feiertagen von 14 bis 16 Uhr statt und sollte neben einer Fortführung der Christenlehre eine Art Wiederholung der Lehrstoffe bieten. Ohne den Entlassschein der Sonntagsschule konnte man kein Grundstück übernehmen und auch nicht heiraten.

 
Wer oder was ist das Steiger-Corps?

Die Ansichtskarte wurde am 6. August 1904 anläßlich des Feuerwehrfestes versendet.

"Vom Feuerwehrfest sendet Gruß / Gut Heil! C. Köber" und weitere Unterschriften. C. Köber dürfte Carl Köber heißen. Er war 1912 Adjutant der 2. Feuerwehr-Kompagnie in Erlangen. Auch die weiteren Unterschriften sind wahrscheinlich von Mitgliedern der Erlanger Freiwilligen Feuerwehr.

Sie war 1912 wie folgt organisiert (Zitat feuerwehr-erlangen.de):

"Die Freiwillige Feuerwehr setzt sich aus 2 Kompagien zusammen. Die erste Kompagnie bildet das Steigerkorps, das aus sechs Zügen und einem Radfahrerzug besteht. Die zweite Kompagnie besteht aus dem Dampfspritzenzug, Spritze Nr. 2 und Spritze Nr. 3, bedient von Mitgliedern des Turnvereins, Spritze Nr. 4, bedient von Mitgliedern des Turnerbundes, 4 Schlauchhaspelabteilungen von denen Nr. 3 vom Turnverein und Nr. 4 vom Turnerbund bedient wird.
...

Das Wachlokal befindet sich im Redoutengebäude. Regelmäßige Wachen finden an den Sonntagen in den Monaten Mai bis inkl. September von nachmittags 3 Uhr bis abends 10 Uhr statt. Diese Wachen sind mit einem Zugführer und 4 Mann besetzt. Ebenso zieht bei Sturm in der Nacht eine Wache in derselben Stärke auf...."

Die Freiwillige Feuerwehr Erlangen wurde 1868 gegründet. Ein Vorläufer war das Turnersteiger-Korps des Turnvereins 1848. Der Turnverein wurde am 13. Juli 1848 gegründet. Neben Leibesübungen hatte er auch politische Ziele. Er war Teil der allgemeinen deutschen Turnbewegung. Nach der niedergeschlagenen Revolution 1848 wurde der Verein am 30. April 1850 verboten. Als alle Eingaben zur Aufhebung des Verbotes erfolglos blieben, organisierten sich die Mitglieder 1856 in der "Steigerrotte" im "Verein zur Rettung von Menschenleben". Der Turnverein konnte sich schließlich 1860 neu gründen, doch die "Steigerrotte" blieb bestehen und wurde zum Traditionskern der Freiwilligen Feuerwehr Erlangen. Nicht ganz zu Unrecht gibt die Feuerwehr Erlangen daher ihr Gründungsjahr als 1856 an.

Frage zum Nachdenken: Von jedem Sandsteinquader in Erlangen gibt es Ansichtskarten. Eine Karte, die nur dem Jakob-Herz-Denkmal gewidmet ist, habe ich bisher nicht gefunden. Warum?
 
     
 
Erlangen Realschule 1927 im Egloffsteinischen Palais  

Album-Nr. er210

Realschule Erlangen
im Egloffsteinischen Palais

1837 zog die Landwirtschafts- und Gewerbeschule in das Egloffsteinische Palais in der Friedrichstraße 17. Die Lanwirtschafts- Gewerbeschule verblieb zunächst im Rückgebäude, während im Vorderhaus an der Friedrichstraße von 1868 bis 1877 Teile des 6. Königlich Bayerischen Jägerbataillons unterkamen. Nach dessen Umzug in eine neue Kaserne diente das gesamte Gebäude ab 1877 zur Unterbringung der sechsstufigen Realschule, die aus der Landwirtschafts- und Gewerbeschule hervorgegangen war und 1924 verstaatlicht wurde. 

 
     
 
1927 wurde die Schule in eine Oberrealschule mit vollwertigem Abitur umgewandelt. Die Räumlichkeiten im Egloffsteinschen Palais reichten bald nicht mehr aus, wodurch jahrelang Klassen in andere Schulen ausgelagert werden mussten. Erst ab 1954 konnte die Schule, die heute als Ohm-Gymnasium firmiert, einen Neubau im Süden Erlangens beziehen. Das Egloffsteinsche Palais indes beherbergte nach einer Renovierung ab 1958 die Erlanger Stadtbücherei, die aber bereits ab 1971 an ihren heutigen Standort in das Stutterheimsche Palais zog. Danach diente das Egloffsteinsche Palais bis 1998 als Sitz der staatlichen Fachoberschule, wobei erneut zahlreiche Klassen ausgelagert werden mussten.   Erlangen Egloffsteinisches Palais
 
 
Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde das Egloffsteinsche Palais mehrfach umgestaltet und dabei auch die Fassade zur Schuhstraße hin verändert. Seit 1998 steht das Gebäude ausschließlich der Volkshochschule zur Verfügung. Bis auf den westlichen Flügel steht das gesamte Palais unter Denkmalschutz. Heute kann man im Palais auch heiraten.
 
     
   
 

Album-Nr. er36 (1912)

Burgberggarten

Professoren und Honoratioren der Stadt errichteten im 19. Jahrhundert in ihren teilweise mit Brunnen und Treppenanlagen gestalteten Gärten am Burgberg kleine Gartenhäuschen. Ende des 19. Jahrhundert wurden am Burgberg die ersten Villen gebaut. Auch heute noch gilt der Burgberg als erste Adresse der Stadt.

  Burgberggarten
 
   
  Burgberg 1902  
     
 
  Album-Nr. er47  
 
   
 
  Wohnhäuswer ca. 1915 Burgberg Erlangen  
     
  Album-Nr. er71  
 
     
 
Welsgarten Erlangen
 
 
Welsgarten Erlangen 1797
 
  Unmittelbar östlich des Burgberggartens richtete der Reichspostmeister Ruprecht Wels ab 1770 einen terrassenartigen Gaststätten- und Vergnügungspark, den sogenannten Welsgarten ein. Dort gründete sich am 1. Dezember 1817 die Erlanger Burschenschaft. Eine Gedenktafel an der untersten Terrassenmauer erinnert an dieses Ereignis. Der Garten wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts parzelliert und mit Villen bebaut. Eine dieser Villen ist heute Sitz des Erlanger Musikinstituts.  
   
  Erlangen, Villen am Burgberg 1902  
  Album-Nr. er222  
 
Solitude Quelle Erlangen   Im Waldgebiet der Solitude – der Einsamkeit – am Nordwestabhang des Burgberges, oberhalb des jüdischen Friedhofes, genossen viele Erlanger Romantiker im 19. Jahrhundert die freie Natur. Eine bekannte Attraktion war die Quelle an der Solitude, oberhalb der sich schon auf Bubenreuther Gebiet befindlichen Rudelsweiher, von der man gerne weiter zu den Gasthäusern und dem Aussichtsturm auf dem Rathsberg wanderte. Auf der Ansichtskarte von 1905 sieht man, dass die Quelle gefasst war. Der Platz davor war gestaltet und Ruhebänke luden die Wanderer zu einer Rast ein.



 
     
 

Das Foto rechts zeigt die Quelle im Jahr 2013.

Das Gebiet der Solitude wird auch als Eisgrube bezeichnet. Im Winter, wenn die Eisdecke der Weiher mindestens 30 cm dick war, sägte man eine größere Platte aus, zog sie ans Ufer und zerschnitt sie in handelsübliche Blöcke, z. B. 60 × 20 × 110 cm. Die Eisblöcke wurden in ehemalige Steinbrüche (Eisgruben) in dieses sonnenarme und feuchte Waldgebiet gebracht und von den Bierbrauereien aufgekauft. In Felsenkellern gestapelt hielt sich das Eis bis in den nächsten Herbst hinein. Einige Bierkeller durchquerten früher auch den Burgberg und konnten das Eis direkt einführen.

 

  Solitude Quelle Erlangen 2013
 
   
 
Fischgut in der Solitude Erlangen (Rudelsweiher)  

Album-Nr. er231

Bei dem Fischgut in der Solitude handelt es sich um einen der Rudelsweiher. Das Fischgut diente der Existenzsicherung der Familie Rudel, die lange Zeit im Besitz des Stadtfischerhauses, erbaut 1720/25, in der Bayreuther Str. 22 war. Das Foto unten zeigt das Stadtfischerhaus samt Fischkasten an der Schwabach im Jahr 1930. Hier betrieb die Familie Rudel über Generationen die Fluß-Fischerei. Wenn Sie vom Martin-Luther-Platz kommend die Bayreuther Straße hinunter gehen, dann ist Stadtfischerhaus das letzte Haus vor der Essenbacher Brücke auf der rechten Straßenseite. Über der Tür prangt noch heute als Steinrelief ein Fisch.

 
     
 
 
Stadtfischerhaus Erlangen Bayreuther Str. 22
 
 
 
Stadtfischerhaus 1930 (Bayreuther Str. 22)
 
   
  Schlachthof  
     
 
Erlangen, Schlachthof 1892
 
 
 
 
Federzeichnung des Erlanger Schlachthofes von 1892
 
     
 
Der Erlanger Stadtrat fasste am 17. Januar 1882 den Beschluss zur Errichtung eines Schlachthofes. Der Schlachthof musste, um seine Abwässer in die Regnitz leiten zu können, vor der Stadt liegen. Nach ausführlichen Informationsreisen projektierte man den Erlanger Schlachthof nach dem Modell der Schlachthöfe in Ansbach, Bayreuth und Regensburg als offenes Hofsystem. In fast symmetrischer regelmäßiger Weise wurden auf einem quadratischen Geviert von 85,5 x 81,5 Meter die sieben Einzelgebäude um ein mittleres Rasenrechteck in lockerem Verbund gruppiert. Das ca. 7000 qm große Areal musste wegen der Überschwemmungsgefahr etwa 3 m hoch mit Quarzsand aufgefüllt werden, alle Fundamente wurden in Beton bis auf den gewachsenen Boden geführt. Eröffnet wurde der Schlachthof am 9. Juni 1890.
 
Der Blick auf der Zeichnung geht von Süden nach Norden. Im Hintergrund sehen Sie den Burgberg mit dem Burgbergtunnel. Am Eingang an der Dechsendorfer Straße stand das zweigeschossige Verwaltungsgebäude. In ihm befanden sich die Wohnungen für die Bediensteten. Im Erdgeschoß gab es neben zwei Verwaltungszimmern eine Hausmeisterwohnung und im besseren ersten Geschoß die Wohnung des Verwalters, in der Mansarde wohnte der Maschinist. Hinter dem Verwaltungsgebäude lagen links (westlich) die Stallungen und rechts (östlich) die größte Schlachthalle für das Großvieh. Ganz im Norden schlossen sich von links nach rechts die Stallungen für die Schweine, Schweineschlachthalle, Kühlhaus mit Eismaschine und Maschinenhaus an.
 
     
 
Erlangen, Schlachthof 1906
 
  Album- Nr. er156 (1906)  
     
 
Auch auf der Ansichtskarte von 1906 oben ist der Erlanger Schlachthof zu sehen, doch die Blickrichtung ist genau umgekehrt zur Federzeichnung oben. Der Fotograf hat sein Stativ im Schunk'schen Garten oberhalb des Burgbergtunnels aufgestellt. Am linken Bildrand sehen sie noch die Bahngleise, die nach links zum Bahnhof und nach rechts in den Tunnel führen.
 
Am rechten Bildrand sehen Sie die Brücke über die Regnitz, die im April 1945 gesprengt wurde, weil man glaubte damit die Amerikaner aufhalten zu können. Dem Schlachthof gegenüber dem Verwaltungsgebäude stehen 1906 bereits zwei Wohnblocks. Das Dorf in der oberen Bildhälfte ist Alterlangen und am Horizont der Kirchturm dürfte St. Xystus in Büchenbach sein.
 
   
 
Elangen, Wasserturm auf dem Burgberg  

Album-Nr. er124 (1908)

Wasserturm

Die Wasserversorgung Erlangen erfolgte bis 1891 durch Brunnen, entweder eigene Brunnen im Haus oder öffentliche brunnen auf den Straßen und Plätzen. Erst am 30. November 1891 wurde im Stadtwesten an der Straße nach Möhrendorf, das Wasserwerk samt Wasserleitung mit einer Gesamtlänge von 15 km eröffnet. Zwei Dampfmaschinen sorgten für den Umlauf des über Filterbrunnen aus einem Grundwasserstrom unter dem Seebachtal gewonnenen Wassers (täglich 3 Millionen Liter).Der Überschuß wurde in einem 6000 Liter fassenden Reservoir am Burgberg, 40 m über dem Niveau des Marktplatzes, gespeichert.

Erst 1904/05 wurde der Wasserturm auf dem Burgberg errichtet. Hinter dem Holzerkern liegt der 100 Kubikmeter fassende Wasserbehälter. Der Turm sollte die Versorgung des entstehenden Villenviertels auf dem Burgbeg mit Trinkwasser sichern.

Der 36 m hohe Wasserturm lehnt sich an die Form mittelalterlicher Wachtürme an. Vermutlich hat man mehr an die Nähe des mittelalterlichen Nürnberg oder den Namen "Burgberg" gedacht und weniger an die barocke Bautradition Erlangens.

 
   
 
Erlangen, Wasserreservoir am Burgberg 1898
 
  Album-Nr. er133                          Wasserreservoir am Burgberg 1898  
   
 

Album-Nr. er109 (um 1900)

Die Werker

Wissen Sie wo dies einst war? Erlangens erstes industrielles Zentrum? Das Ensemble existiert heute so nicht mehr. Es musste dem Frankenschnellweg weichen. Sie blicken auf den Zusammenfluss von Schwabach und Regnitz in Richtung Kanaldenkmal. Was wir sehen ist ein Teil der "Werker". Unten gibt es noch einen Detail-Scan. Doch lassen Sie mich zunächst noch etwas über die Erlanger Mühlen plaudern.


  Erlangen Werker um 1900
 
     
 

Erlangen liegt an den zwei Flüsssen Schwabach und Regnitz. Diese Lage war ein großer Standortvorteil für die Entwicklung Erlangens von einem Ackerbürger-Städtchen zu einer Fabrikstadt. Bis zur Gründung der Neustadt Christian Erlang waren die beiden Getreidemühlen, die Essenbacher Mühle (etwa dort gelegen, wo heute die Kunststoff- und Metallwarenfabrik KUM steht) und die Wöhrmühle an der Regnitz, für den Bedarf Erlangens und der umliegenden Dörfer völlig ausreichend.

Als im Jahr 1704 das Schloß gebaut wurde, ließ der Markgraf zur Versorgung der Wasserspiele im Schloßgarten die Sophien- oder Thalermühle erbauen. 1715 wurde die Lohmühle an der Schwabach erbaut. Ursprünglich war sie eine Schleifmühle (daher der heutige Name). Hier wurde Gerberlohe (zum Gerben verwendete Baumrinde) gemahlen. Später wurden noch einige Gänge zum Getreidemahlen eingerichtet. Nach der vollstänsigen Renovierung im Jahr 2002 ist die Schleifmühle heute ein privates kleines Wasserkraftwerk.

Die Anlage der später so genannten "Werker" an der Regnitz begann schon 1688 und steht in engen Zusammenhang mit der Anlage Christian Erlangs. Auf Wunsch des Markgrafen Christian Ernst sollte dort zur Unterstützung der Woll- und Fellverarbeitung, der Gewerbe der ersten Hugenotten, eine Walk- und Lohmühle errichtet werden. Obwohl die Stelle wohlüberlegt gewählt worden war, die Regnitz war hier am breitesten und wildesten, musste der Fluss noch mit einem Wehr gestaut werden, um so die Kraft des strömenden Wassers zum Antrieb der schweren Wasserräder zu verstärken.

 

Die Bedeutung dieses Wehrs erkennt man daran, dass der Markgraf dafür 32000 Gulden ausgab. Das sind 2000 Gulden mehr als ihn die Hugenottenkirche gekostet hat.

Hochwasser und Eisstöße beschädigten das Wehr immer wieder. Die Unterhaltskosten waren enorm. 1747 trat die Katastrophe ein. Als Folge des jährlichen Hochwassers hatte die Regnitz sich ein neues Flussbett gesucht. Die Investitionen in die Anlagen an den Werkern schienen verloren. In einer für die damalige Zeit beispiellosen Gemeinschaftsleistung halfen tausende Erlanger Bürger freiwillig mit die Regnitz wieder in ihr altes Flussbett zu zwingen. Der Chronist schreibt "auch die vornehmsten Männer schämten sich nicht, dieses zu thun". Man wusste, wie eng die werker mit dem Gedeihen der Stadt zusammenhingen.

Im Laufe der Jahre entstanden an den Werkern weitere Mühlen: Papiermühlen, Walkmühlen, Hammerwerke zur Eisenverarbeitung, Getreidemühlen. Aus den Hammerwerken entwickelten sich Polier- und Schleifmühlen, eine Spiegelfabrik mit einem Ausstoß von 800 Spiegeln pro Woche, Folienhämmer für Stanniol (für die Rückseite der Spiegel und zur Herstellung von Galanteriewaren wie z.B. Knöpfe). Es entstand auch eine Arbeitersiedlung.

Die Eisenbahn ermöglichte den billigen Transport von Kohle aus dem Zwickauer Bergbaugebiet um die Dampfkraft neben der Wasserkraft zu nutzen. Mit dem Aufkommen der Elektrizität verloren die Werker endgültig ihre Bedeutung. Heute kann man sie nur noch auf alten Ansichtskarten bewundern.

 
     
   
  Erlangen, die Werker  
  Album-Nr. er223  
     
  Erlangen Werker ca. 1900  
   
  Rötelheimbad Erlangen Einweihung 1927  
  Album-Nr. er189 (1927)  
   
 
Rötelheimbad Erlangen um 1939  

Wenn ich das Luftbild oben richtig interpretiere, dann handelt es sich hier um die Einweihung des Rötelheimbades im Jahre 1927.

 

Album-Nr. er230

Die Ansichtskarte links wurde 1941 versendet. Die Aufnahme dürfte aus den Jahren 1938/39 stammen.






 
     
     
   
 
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